Unruhige Nächte für alle? - Der Geheimtipp: Eine gute Nacht wird am Tag gemacht!

Liebe Pflegefachleute,
es ist 3:17 Uhr.
Im Pflegeheim steht Herr K. wieder im Flur. Er glaubt, er muss zur Arbeit. Seine Arbeit hat er vor dreißig Jahren aufgegeben. Er ist verwirrt, aufgewühlt, kaum zu beruhigen. Sie versuchen es mit ruhiger Stimme. Mit einer Tasse Tee. Mit Geduld, die Sie eigentlich schon vor zwei Stunden aufgebraucht haben.
Im ambulanten Dienst klingelt das Telefon. Frau B. hat ihre Tochter wieder einmal um 2 Uhr nachts geweckt. Sie wollte kochen. Oder raus. Niemand weiß es genau. Die Tochter weint. Sie pflegt ihre Mutter seit zwei Jahren – und schläft selbst seit Monaten nicht mehr durch. Beim nächsten Morgenbesuch ist die Erschöpfung in ihr Gesicht eingebrannt. Die Frage, die sie nicht ausspricht, aber die Sie kennen: Wie lange halte ich das noch durch?
Und irgendwo in Ihnen – ganz leise, weil Sie es sich kaum eingestehen wollen – denken Sie das Gleiche: Warum passiert das immer wieder? Was mache ich falsch?
Die Antwort ist: Sie machen nichts falsch. Aber Sie bekämpfen ein Problem, das seinen Ursprung nicht in der Nacht hat. Es beginnt am Morgen. Am Nachmittag. Am Abend. In den Routinen, den Lichtverhältnissen, den Mahlzeiten, den Mittagsschläfchen, dem frühen Zubettgehen – lange bevor die Nacht beginnt.
Schlafstörungen bei Menschen mit Demenz sind keine Laune und kein Zufall. Sie sind das Ergebnis einer zerstörten inneren Uhr und von Alltagsbedingungen, die diesen Zerfall oft unbewusst noch beschleunigen. Zu wenig Tageslicht. Zu wenig Bewegung am Nachmittag. Zu früh ins Bett. Zu viel Unruhe vor dem Einschlafen. Das gilt im Pflegeheim genauso wie in der eigenen Wohnung.
Das zermürbt. Nicht nur die Menschen, die mit Demenz leben. Sondern auch Sie. Ihre Kolleginnen im Team. Die pflegenden Angehörigen, die Sie morgens antreffen und die längst an ihrer Grenze sind. Die Frühdienstkräfte, die einen Menschen übernehmen, der die Nacht durchwacht hat und jetzt kaum ansprechbar ist.
In Pflegeheimen entsteht schnell ein Dominoeffekt: Unruhige Nächte belasten den Nachtdienst, erschöpfte Bewohner belasten den Frühdienst, überforderte Teams machen mehr Fehler. Sturz. Verwechslung. Fehleinschätzung. Nicht weil jemand schlechte Pflege macht – sondern weil Menschen nicht ohne Schlaf funktionieren.
Im ambulanten Bereich ist die Situation anders – aber nicht leichter. Hier sind es häufig die Angehörigen, die nachts allein sind. Die keinen Klingeldraht zum Kollegenteam haben. Die am nächsten Morgen beim Pflegebesuch so aussehen, als hätten sie selbst Hilfe nötig. Und Sie als Pflegefachkraft stehen vor der Frage: Was kann ich tun? Was kann ich empfehlen? Wie lange geht das noch gut?
Dieses Webinar ist für Sie, ob Sie im Pflegeheim arbeiten oder im ambulanten Dienst. Ob Sie nachts am Bett stehen oder morgens zur Haustür klingeln. Ob Sie ein Team führen oder allein in der Schicht sind. Das Wissen, das Sie hier bekommen, ist dasselbe, weil das Problem dasselbe ist.
Es geht darum zu verstehen, was wirklich passiert – in der Biologie des alternden Gehirns, in der inneren Uhr von Menschen mit Demenz, in den Abläufen Ihres Pflegealltags. Und darum, konkrete Werkzeuge zu bekommen, die Sie noch in dieser Woche einsetzen können.
Nicht als Wundermittel. Nicht als Versprechen, dass ab jetzt alles perfekt wird. Aber als echter, ehrlicher Anfang.
Ihr Team von Demenzpflege im Fokus
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